Vom 12. bis 13. Oktober 2018 fanden die Deutschen Gründer- und Unternehmertage in Berlin statt. Zum ersten Mal war ich mit von der Partie. Im Beraterforum bot ich Existenzgründern, Start-Ups und Gründern Informationen zum Start in die Selbstständigkeit an oder beriet sie zur Weiterentwicklung ihres Business. Mein Fokus lag dabei auf den breitgefächerten Themen des (Online-)Marketings, SEO, Social Media, Blogger Relations und PR. Am Montag hatte ich die ersten Feedbacks von Ratsuchenden im Mailfach, die sich für die Inspirationen und Impulse bedankten.

„Ihre Idee, eine Kampagne über die lokalen Medien zu starten, (…) hat uns noch mal einen ganz anderen Blickwinkel gegeben“, so einer der Teilnehmer. Da geht einem doch das Frollein-Herz auf.

Existenzgründer Marketing Beratung

Das Frollein Wortstark war ein Teil des Beraterforums auf der deGUT 2018 in der Arena Berlin.

Vor allem aber war ich überrascht, wie wenig der Gründer eine Idee von den Basics des Online-Marketings hatten. Natürlich: Als Texterin und Redakteurin beschäftige ich mich gezwungenermaßen den ganzen Tage mit den Möglichkeiten des Social Media Marketings oder der Keyword-Recherche.

Aber was wäre, wenn auch diese tollen, kreativen Menschen mit ihren guten Geschäftsideen einen Grundstock an Wissen darüber hätten? Um das ganze erst einmal selbst zu verarbeiten, habe ich die drei größten Fehler bzw. Fehlentscheidungen verschriftlicht, mit denen ich auf der deGUT 2018 konfrontiert wurde.

1. Es muss erst richtig gut laufen, bevor ich in Marketing investiere

Entscheidender Fehler. Wirklich. Nachdem klar ist, was man mit sozialen Netzwerken, guter Pressearbeit und einer gelungenen Webseite schon alles reißen kann, wird klar, dass das aber auch einiges an Zeit in Anspruch nimmt. Also soll alles, was mit Social Media Betreuung, dem Schreiben von Pressemitteilungen und die Pflege des Blogs zu tun hat, ausgelagert werden. Das wiederum kostet Geld.

Und dann kommen Gründer zu dem Punkt, an dem sie aus dem Bauch heraus entscheiden: Erst mit dem Produkt Geld verdienen. Wenn sich dann rausstellt, dass das Produkt gut ankommt, wird in den Ausbau dieser Unternehmensbereiche finanziert.

Existenzgründer Marketing Beratung

An Frolleins Tisch nahmen frische Existenzgründer, Start-Up-Gründer und Vertreter von mittelständischen Unternehmen Platz, um sich beraten zu lassen. Außerdem gab es Pfannkuchen.

Das ist nun leider genau falsch herum gedacht. Natürlich ist es möglich, sich eine Webseite ohne viel Erfahrungen im Baukasten-Prinzip selbst zusammenzuklöppeln und auch die Facebook-Fanpage und das Instagram Business Profil sind schnell aufgesetzt. Dabei fehlt aber zumeist eine Strategie und ein Design, die alles zusammenhalten.

Selbst wenn Kunden die Webseite oder den Social Media Kanal besuchen, steht und fällt der erste Eindruck mit der Erscheinung des Markenauftritts. Und dieser erster Eindruck lässt sich kaum verbessern. Um also professionell zu starten, ist es zumeist unabdingbar, erst in einen professionellen Auftritt zu investieren.

2. Webseite? Brauche ich nicht. Instagram reicht doch aus.

Auch interessant war der Ansatz, nur über die sozialen Netzwerke zu gehen. Dort tummelt sich schließlich die Zielgruppe – warum nicht Produkte direkt in Insta Stories vorstellen und Bestellungen einfach per Mail annehmen? Abgesehen von den Fragen der rechtssicheren Abwicklung von Bestellungen verlieren diejenigen, die diesen Weg bestreiten, etwas Wesentliches aus den Augen: Um erfolgreich selbstständig zu sein, muss eine Marke entwickelt werden. Das Produkt, die Dienstleistung und bei der One-Man-Show der Gründer, müssen einen bleibenden Eindruck hinterlassen und sich etablieren.

Existenzgründer Marketing Beratung

Besucher erhielten Frolleins Gründerleitfaden und wertvolle Informationen zum Start in die Selbstständigkeit.

Dazu braucht es ganz einfache Elemente: Ein Corporate Design, zielgruppengerechte Texte und ein Logo. Das alles bildet die Basis für alle Unternehmensauftritte im Netz. Wer nun aber nur auf Facebook oder Instagram setzt, der kann das Potenzial des Markenauftritts gar nicht ausschöpfen. Wie gut die Unternehmensseite auf Facebook auch gestaltet ist – es bleibt eine Facebook-Seite.

Dasselbe gilt für alle anderen fremden Kanäle, über die sich Dienstleister und Produktanbieter vermarkten. Zum Schluss ist es also am besten, wenn der Kunde immer auf der firmeneigenen Internetpräsenz landet, wo sich Gründer und Unternehmen individuell und in dem eigenen Design vorstellen können.

3. Ich will jetzt sofort auf allen Kanälen präsent sein und verkaufen

Es gibt aber auch Existenzgründer, die gleich voll dabei sind. Sie haben sich Profile in ALLEN sozialen Netzwerken aufgebaut, schnell die  Baukasten-Webseite online gesetzt und mit einem Online-Generator ein Logo erstellt. Und schon gehts los und sie twittern und instagrammen sich durch das ganze Land. Und trotzdem klappt es nicht.

Der Grund dafür liegt zumeist darin, dass hinter dem schnellen Aufbau kein Konzept und keine Strategie steht. Wen will ich erreichen? Von welchem Design lässt sich meine Zielgruppe touchen? Wann poste ich in welchem Kanal Inhalte und was bezwecke ich damit? Also bitte: Erst einen Plan haben und dann Schritt für Schritt umsetzen. Haben sich potenzielle Kunden erst einmal von der schlecht umgesetzten Baukasten-Webseite abschrecken lassen, kommen sie womöglich nie wieder.

Das waren meine Grundeindrücke der deGUT 2018 und sie zeigen mir, dass es für mich noch eine Menge zu tun gibt. Wer sich gern eine Social Media Strategie aufbauen möchte und die Basics erlernen möchte, der kommt in mein Social Media Seminar in Berlin.

Aktuell plane ich außerdem das nächste Seminar „Freiberuflich erfolgreich sein“. Wer daran Interesse hat und grundsätzlich gern regelmäßig mit News und Tipps, Terminen und Veranstaltungen rund um Social Media, Marketing und SEO versorgt werden möchte, der abonniere den Frollein-Newsletter.